Kraftorte und Energieplätze, Kraftwirkungen
Wegen des guten Rufes, den das Illerwehr in Martinszell hat,
sind wir dort im Rahmen von Untersuchungen zu Kraftorten hingefahren.
Die allererste Feststellung war, dass man wegen des seinerzeit (1997)
neu gebauten Klein-Kraftwerkes dort nicht mehr genügend nah an den
beschriebenen Ort herankommt. Heute ist der Zugang mit einem
Stahlgitter-Tor verunmöglicht.
Doch selbst, wenn man das Tor überwinden könnte, tritt ein Problem auf:
Das Wehr ist neu aufgebaut worden. Das heißt, genau dort wo der Kraftort
war, ist jetzt eine Fischtreppe und das Ganze ist um einem Meter
höhergesetzt. Diese Anhebung ist durch Aufsetzen einer etwa einen Meter
dicken Betonlage erzielt worden. Hier ist zu vermuten, dass diese dicke
Betonschicht eine stark abschirmende Wirkung hat. Es konnte zum
Zeitpunkt der Begehung nicht geklärt werden, ob (streuende,
zurückweisende, ablenkende usw.) Stahlarmierungen eingebracht worden
waren und welche Form die Drahtgeflechte hatten. Es ist jedoch allem
Anschein nach mindestens eine Matte Stahlarmierung eingelegt, was eine
flächige Bedämpfung der Kräfte zur Folge haben muss.
Ergebnis 1: Realistisch betrachtet ist der Kraftort zerstört.
AbN.: Die genannten Fakten und Feststellungen sind uns von einem direkt
dort tätigen Anwohner bestätigt worden; der Mann beschrieb sogar die
vielen Touristen, die busweise ankamen, um den Kraftort zu besuchen.
Eine Bedämpfung wie hier mit Stahlarmierungen, oder mit Metallfolien und
-bändern oder schlichtweg jedes in den vermuteten Kraftfluß
eingebrachte Metall führt zu einer Bedämpfung. Derlei Bedämpfung ist
jedoch nicht gesundmachend, sondern UNERWÜNSCHT, weil krankmachend.
Exkurs: Im Haushalt angewendet, zeigte sich, dass Metall in der Wohnung,
wenn es unterhalb des Aufenthaltsortes des Menschen sich befindet,
krankmachend ist - das gilt auch und gerade für (metallene)
Entstörungsmittel, die unverantwortliche Rutengänger verkaufen und
empfehlen. Wir wissen, dass sich jetzt allerhand Rutengänger und
Entstörmittelverkäufer entrüsten werden; das macht uns aber nichts, denn
der verantwortliche, nicht mal schnell selbsternannte Rutengänger kennt
die beschriebenen Zusammenhänge ohnehin und wird NIE Metall in den
Strahlungsweg einbringen. Und es gilt auch für Motor-Lattenroste, für
Aluminium-Lattenroste, für Öltanks im Keller und für die Autogarage(!)
mit der geparkten einen Tonne an Stahl. Und für die Betonarmierung in
der Decke/dem Boden bei Neubauten. Bedeutsam ist hier der Hinweis, dass
auch Metall, das OBERHALB in den Strahlengang eingebracht wird, zu
Störungen führt, nämlich wegen der auftretenden Reflexionen.
Weitere Begehung: Wegen der im Netz gemutmaßten "heftigen Schwingungen"
haben wir die Umgebung des Kraftortes begangen. Es fällt auf, dass
südlich davon (flußaufwärts) bei den Bäumen ein signifikanter Fehlwuchs
vorherrscht, nämlich Zwieselwuchs. Das ist, wenn zwei oder mehr Bäume
aus einer Wurzel wachsen, wie man es auch an mehreren Stellen des
Würmeiszeitgletschers in extremer Weise vorfindet - sogar und gerade an
Moränenrücken. Hier ist es entfernt ähnlich. Dieser Befund stammt vom
leicht erhöhten bis hohen Ufer der Iller. Zweifellos ist der größere
Bereich um den erwähnten Kraftort prädestiniert für weitere Kraftorte.
Auffällig ist hier, dass von Westen - besser gesagt: in Richtung OSTEN -
zahllose Wasseradern in die Iller einfließen. Teilweise sind diese
sogar so dünn, dass man sie nur nach Entfernen des Laubes wahrnimmt.
Leider fehlt uns die Zeit für weitere Untersuchungen oder Begehungen
(mit der Rute oder durch längeres Standnehmen am Ort). Flußabwärts ist
die Beleglage eher flau; d.h. weniger Gebäum, weniger Wasserlauf,
Feldern ähnlich. Auf eine Begehung wurde aus diesen Gründen verzichtet.
Ergebnis 2: Es kann in der Gegend weitere, noch unbekannte Kraftorte geben. Das Illerwehr ist aber Geschichte.
Exkurs: Am Folgetag haben wir aus einer Laune heraus das nur etwa 40 km
entfernte Oberstdorf besucht, um einen dortigen Kraftort zu begehen. Wir
waren unvorbereitet und hatten keinen Lageplan und auch kein Navi. Wir
wußten nur, es war ein Hotel dort. In Oberstdorf brachte die Suche nach
der Tourist-Info nichts (wir hofften, die könnten sagen, wo wir hin
sollen), so dass wir uns schließlich mitten im Ort befanden und nicht
weiterwußten. Wir ließen uns dann einfach von der in der Gegend starken
Kraftwirkung leiten und kamen in einem weiten Bogen um den Ort herum,
bis dann die Kraftwirkung so stark wurde, dass wir am Ende einer kleinen
Straße, die bergauf zum Gehweg wurde, das besagte Hotel fanden. Es
heißt Waldesruhe. Unterhalb von diesem ist der besagte Kraftort, den der
Hotelbesitzer Aki Brutscher, aus einer altbekannten Oberstdorfer
Familie mit Bauunternehmung am Ortseingang, sich markenrechtlich mit dem
Markennamen "Energieplatz" schützen ließ. Also darf nur ER diesen
Begriff verwenden und kein anderer Kraftort darf mehr als Energieplatz
bezeichnet werden. Schade. Als ob es nur einen einzigen gäbe . . . Das
Naturhotel Waldesruhe bietet: Energyness® (eine Art Wohlfühlangebot, ein
sog. Urlaubsplus, ohne weitere Definition) und den Energieplatz® und
ein Restaurant.
Eine Begehung wird folgendermaßen durchgeführt: Zuerst vermißt man den
Ort und nimmt Fotos von hier und der zu begehenden näheren Umgebung,
speziell von der Umgebung hangaufwärts, wenn dort Wasseradern
herankommen. Dann mutet man hier und am Kraftort und nimmt daraufhin
dort stand, d.h., man stellt sich bis eine Stunde auf den beschriebenen
Kraftort.
Mutung und Begehung ergaben (Ergebnis 3): Die Mutung garnichts.
Weder am angeblichen Kraftort, noch in der Umgebung. Die Begehung: Nur
ein erwähnenswerter kleiner Bachlauf existiert und starker Zwieselwuchs,
sowohl an kleinen als auch an größeren Bäumen.
Das Standnehmen: Nachdem der Prüfer alle Metallteile abgelegt hatte und
das Handy aus war, stellte er sich in die geometrische Mitte der
Dreiecksbasis, die durch die drei dortigen Steine definiert wurde
(Steine von Menschenhand platziert! Das ist ganz lapidar gesagt Pfusch).
Der Rücken stand Richtung größter Stein, wie es bei ähnlichen Orten
immer zu tun ist. Mit den NACH UNTEN geöffneten Händen stand er 17
Minuten und ließ etwaige Kräfte wirken. Resultat war das übliche: Die
Handinnenflächen wurden warm; die hangaufwärts liegende Hand etwas
weniger durch die seichte Luftströmung nach Oberstdorf herunter. Deshalb
hat er sich etwas weiter nach rechts gestellt und jetzt waren beide
Handflächen gleich warm. Auf den Fußsohlen konnte keine Kraftwirkung
festgestellt werden (etwa Ziehen, Kribbeln, Stechen usw.). Ein später
vorgenommener Rauchrichtungstest ergab, dass die Luftströmung manchmal
für Minuten verschwand, was die Erwärmung der Handflächen hervorruft.
Ergebnis 4: Eine Kraftwirkung ist fraglich, da keine Wirkungen
festgestellt werden konnten. Das erklärt auch den mangelnden Zulauf an
Interessierten. Nur ein Mann stellte sich für einige Minuten zu dem
großen Stein. Sonst war nichts los. Fußgänger gingen viele gänzlich
uninteressiert oberhalb vorbei. Der Energieplatz® hier hat einfach
keinen Ruf. Zumindest keinen, der Busse heranströmen ließe.
Weitere Feststellungen: Es fällt dem aufmerksamen und
sachkundigen Besucher schnell auf, dass bei den Handläufen am Weg vom
Hotel abwärts zum Kraftort hin Drahtgeflecht installiert ist. Der
Kraftort-Gestalter ist sich offensichtlich nicht im Geringsten darüber
klar, dass er damit unbeherrschbare Feldablenkungen (streuende,
reflektierende, ablenkende usw.) provoziert hat. Dillettantisch. Sogar
hinter den drei Steinen liegt ein (niedergetretener) Drahtzaun. Das
stärkste Stück hat man sich aber mit der aus einer Blechplatte (!)
geschnittenen, überlebensgroßen stilisierten Figur geleistet, die
unmittelbar am Steindreieck steht: Durch die Anwesenheit DIESER Menge an
Metall ist der Kraftort - wenn es jemals überhaupt einer war -
definitiv gestört. Gemerkt hat es aber noch keiner . . Wie auch; man
kann sich ja gerne irgendwelche Wirkungen an diesen Energieplatz
hindenken. Suggestion und Placeboeffekt machens möglich. Schön so weit.
Anmerkung: JEDE Masse, besonders Metalle, magnetische Stoffe, alle
elektromagnetischen Expositionen und Wassermengen resultieren in
Verzerrungen und dergleichen bei dem Neutronenfluß und/oder dem
Magnetfeld der Erde.
Im Netz und im Hausprospekt des Hotels liest man: Der Chemiker Karl-Heinz Kerll nennt diesen Energieplatz® in seinem Buch
"Energieplätze: Erdstrahlen und ihre Wirkung auf den Menschen"
den
"Ersten wissenschaftlich untersuchten Energieplatz der Erde".
Über eine wissenschaftliche Untersuchung fanden wir jedoch nichts im
Buch und nichts in der Fachliteratur. Allenfalls gibt es
Erlebnisberichte. Es gilt zu hoffen, dass die seinerzeitige "Entdeckung"
des beschriebenen Energieplatz®es nicht bloß ein Marketing-Gag war, um
Interessierte zu locken. Uns hat es auf jeden Fall schon mal hergebracht
- und das Restaurant des Hotels ist gut.
Schluss: Die Erkundung der Iller läßt hoffen. Die Waldesruhe und ihr
Energieplatz® haben enttäuscht. Jedoch ist es auffällig, dass der Autor
ohne Ortskenntnis ZU GENAU DEM ORT geführt wurde. Es muß sie also dort
geben, die Kraftorte, doch hat man beim Energieplatz® alles unternommen,
damit er keiner ist. Und persönlich glaubt der Verfasser, dass er noch
nie einer war.
Im übrigen ist es uns immer wieder ein Rätsel, wie leicht und schnell
Kraftorte/Energieplätze® zu Universal-Heilern gemacht werden: Es ist
genau andersherum; diese Orte sind gefährlich ungesund. Man darf auf
diesen Orten NICHT schlafen, noch bauen oder sich lange aufhalten. Wie
oben im Manuskript schon geschildert, handelt es sich um
DISKONTINUITÄTEN. Was der Körper zum Gesundbleiben braucht, sind
KONTINUITÄTEN, also Plätze geringer (schädlicher) Strahlung. Manche
selbsternannte "Forscher" nennen sie dann - im Ggs. zu Energieplätzen -
Ruheplätze, doch der Begriff täuscht. Hier ist keine Ruhe, sondern nur
Kontinuität im Sinne von einem niedrigen, gleichmäßigen Level. Eine
Heilung bei einer Diskontinuität wird nur auftreten, wenn die
Diskontinuität zufällig bei der vorhandenen spezifischen Krankheit
geeignet ist zu heilen. Das ist wieder das Spiel mit dem Lottogewinn
beim einzigen getippten Kästchen.
